Im Rahmen der Konferenz “Beitrag zur rationalen Energienutzung” gehaltene Abschlussrede des Robur Vorstands.
Zurückblickend auf die 50 Jahre meines Unternehmerdaseins, kann ich mich an keinen besseren Moment als den heutigen erinnern, wenn man die Fähigkeit zur Innovation und Flexibilität, Schnelligkeit und Intelligenz zum Erfassen neuer auf dem Markt aufkeimender Bedürfnisse mit sich bringt.
In dieser durch grundlegende Änderungen geprägten historischen Zeitspanne haben Unternehmen eben genau diese Fähigkeiten entwickelt. Heute haben sie somit verglichen mit denen, die ihre Lösungen über Dritte beziehen und sich darauf begrenzen abzuwarten, einen großen Wettbewerbsvorteil.
In Energie- und Umweltschutzfragen ist eine konstruktive Annäherung an das Thema entscheidend, wenn man nicht als Verlierer dastehen möchte. Vielmehr muss hier ein konstruktiver Beitrag geleistet und in die richtige Richtung gearbeitet werden.
Wir wissen alle, dass die Lösung von energetischen und ökologischen Problemen nicht auf der Hand liegt. Umso wichtiger ist es, dass wenigstens Entscheidungen getroffen werden, die – auch wenn sie keine endgültige Lösung darstellen – sofortige spürbare Verbesserungen mit sich bringen.
Ich bin der Meinung, dass die Erfolge unseres Unternehmens auf die konstante Umsetzung folgenden Gedankens zurückgehen: den verantwortungsvollsten und für diese Problematiken offensten Unternehmen konkret verfügbare und zuverlässige Lösungen anzubieten.
Wenn man an sein bürgerliches Bewusstsein appelliert, kann und muss jeder von uns seinen Anteil übernehmen. Dies gilt, obwohl die von den Erneuerern angepflanzten Früchte in den seltensten Fällen von eben diesen geerntet werden.
Hierbei geht es nicht nur um den wirtschaftlichen Aspekt, sondern auch um unsere Gesundheit und vielleicht ebenso um unsere zukünftige Entwicklung.
Aus diesem Grund bin ich fest davon überzeugt, dass der moralische Zeigefinger all derjenigen, die ein gewisses Gutdünken in Energie- und Umweltfragen beweisen, darauf gerichtet ist, sich keine Gelegenheit zu einer sofortigen Verbesserung entgehen zu lassen.
Die hierdurch erzeugte virtuose Spirale kommt allen zu Gute. Selbst die Wirtschaft kann ihre Vorteile daraus ziehen und neue sowie qualifizierte Arbeitsmöglichkeiten anbieten.
Bezüglich innovativer Technologien ist ein Zusammenspiel von Universität und Industrie, öffentlicher Verwaltung und anderen Institutionen, Planern und Nutzern unerlässlich.
Ebenso wünschenswert ist es, dass Normungsinstitute bei der Abfassung von Normen nicht beim aktuellen Stand der Technik verharren, sondern vielmehr erwartete und vernünftige Verbesserungen einbringen, um somit eine schnellere, voraussehbare Entwicklung der Nutzertechnologie zu garantieren und keine wichtigen Gelegenheiten zum Sparen außer Acht zu lassen.
Ich zitiere eine Situation, die in unserem Unternehmen Realität ist. Die Vorschriften bezüglich der Leistung von Gas-Brennwertkesseln sehen eine Wirksamkeit von bis zu 110% vor. Als maximale Qualifikation sind 4 Sterne vorgesehen.
Robur produziert seit 2 Jahren Wärmepumpen, die dieselbe Leistung der Kessel erfüllen, dabei jedoch eine Wirksamkeit von 140% erreichen.
Leider kann dieses Produkt sich nicht die Bezeichnung eines leistungsstarken Kessels zu Eigen machen, weil es vom Gesetz noch nicht klassifiziert wurde.
Folglich ist klar, dass ohne das zuvor erwähnte Zusammenspiel der Einsatz und die Arbeit aller möglicherweise zunichte gemacht werden.
Es ist unser aller Aufgabe, eine haltbare Entwicklung anzubieten. Diese bestmöglich zu interpretieren ist unsere Pflicht. Vielleicht aber ist es auch eine Möglichkeit, einen dauerhaften Erfolg zu sichern.
Genau diese Kultur und Einstellung bildete den Nährboden für die Entwicklung Roburs bis zum heutigen Tag und so können wir diesen Monat unser 50-jähriges Firmenjubiläum feiern.
Mit dem Bewusstsein, dass ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern einen kleinen Teil der heutigen Gesellschaft repräsentiert, fühlen wir uns verpflichtet, unseren Beitrag dazu zu leisten, alles in unserer Macht stehende zu tun, um eine Welt zu schaffen, wie wir sie uns für unsere Kinder wünschen.
Mit unserer Aussage möchten wir auch all diejenigen ermutigen, die ein starkes Bedürfnis nach konstruktiven Bezugspunkten haben – nämlich die Jugend. Ihr muss geholfen werden, den Stolz auf eine schöne und gut gemachte Arbeit wieder zu empfinden, eine Arbeit, die mit Leidenschaft und zum Wohl aller gemacht wurde.
In der Hoffnung, weiterhin auf Ihre Aufmerksamkeit zählen zu können und Ihre Wertschätzung auch weiter aufzubauen, danke ich Ihnen für Ihre Anwesenheit.







